Folgenden Text haben wir am 06.03.2026 per Mail an den Oberbürgermeister Matthias Buschfeld sowie die Bottroper Ratsparteien und Ratsfraktionen verschickt.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Buschfeld,
lieber Matthias,
wir – die Initiative “Zukunft Bottrop” – haben im Juni 2025 das Thema “Eine Kaserne in Bottrop” platziert und versucht, über verschiedene Kanäle eine öffentliche Diskussion anzustoßen: Wir haben in dem Zuge
- MdB Nicklas Kappe (und MdB Uwe Foullong, hat sein Mandat seit August 2025 niedergelegt), MdL Thomas Göddertz und die Bottroper Ratsparteien (damals: SPD, CDU, B90/GRÜNE, ÖDP, DKP, FDP, LINKE und AfD) angeschrieben,
- einen Artikel auf wir-lieben-bottrop.de veröffentlicht,
- das Thema in das Wahl-Navi zur Kommunalwahl aufgenommen (die damaligen Antworten aller Parteien sind hier öffentlich einsehbar), und
- auf unseren Web- und Social Media-Kanälen darauf aufmerksam gemacht.
Die Reaktionen – sowohl lokal als auch die der Bundes- und Landespolitiker – waren bisher überschaubar. Und auch die öffentlichen Informationen zur Strategie der Unterbringung des geplanten Personalaufwuchses der Streitkräfte sind (noch) recht rar. Lediglich das Moratorium der Liegenschaften-Konversion – also der Stopp ziviler Anschlussverwendung ehemaliger militärischer Flächen – hat für ein gewisses Aufsehen gesorgt.
Wir gehen davon aus, dass das BMVg die Suche nach geeigneten Flächen bald verstärkt. Dann sollte die Stadt Bottrop unserer Meinung nach vorbereitet sein. Denn wenn das im WDModG genannte konkrete Ziel von 255.000 bis 270.000 Soldaten bis zum Jahr 2035 realisiert werden soll, wird es unausweichlich dazu kommen, neue Flächen zur militärischen Nutzung zu identifizieren und zu erschließen.
Daher möchten wir das Thema noch einmal auf die Tagesordnung bringen: Dazu haben wir eine Presseveröffentlichung geplant und möchten gleichzeitig die Lokalpolitik und die Verwaltung dazu aufrufen, sich dem Thema zu widmen.
Die Vorteile für Bottrop bzgl. der zu erwartenden wirtschaftlichen Impulse, der Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Kaufkraft, soziale Entwicklung, Gemeinwesen, Vereinsarbeit und Zivilschutz haben wir in dem oben verlinkten Beitrag bereits zusammengefasst.
Für uns als lokale Initiative ist das Thema dabei weniger ein militärisches Thema, sondern vor allem eines, das die Stadtentwicklung nachhaltig beeinflussen kann: Durch eine zu 100% durch Bundesmittel finanzierte (!) Erschließung lokaler Flächen können Infrastrukturen (z.B. Sportstätten, Verkehrsanbindungen, Kommunikationsnetze, u.v.m.) geschaffen werden, die im Rahmen der eigenen haushalterischen Möglichkeiten niemals realisiert werden könnten.
Wir wünschen uns, dass die Stadt Bottrop sowohl die öffentliche als auch die politische und die verwaltungstechnische Diskussion diesbezüglich beginnt und unterstützt. Eine parteiübergreifende Zusammenarbeit ist hierfür bei diesem gesellschaftlich so relevanten Thema essentiell. Wir würden es begrüßen, wenn Du das Thema aufgreifst und dessen weitere Entwicklung in Bottrop forcierst.
Im ersten Schritt sollte die Verwaltung konkrete Flächen auf Bottroper Stadtgebiet identifizieren, die für eine entsprechende Nutzung in Frage kommen, und sich ggf. Widerständen und Hindernissen widmen.
Das Ziel muss sein, dass Bottrop “sprechfähig” und vorbereitet ist, wenn das BMVg weitere Liegenschaften etabliert. Denn der abschließende Satz unseres initialen Aufschlags bleibt richtig:
“Die notwendigen Kasernen werden gebaut. Die entscheidende Frage ist daher nur: Wo? Unserer Meinung nach sollte Bottrop dabei lieber von den flankierenden, positiven Effekten profitieren, statt nur den benachbarten Kommunen dabei zuzuschauen.”
Für Rückfragen und Diskussionen stehen wir natürlich jederzeit zur Verfügung.
Vielen Dank &
mit besten Grüßen,
Dennis Heger, Christina Heger und Martin Smaxwil
für Zukunft Bottrop
Vanessa Vohs
(Universität der Bundeswehr, Reservistin)
Max Mustermann*
(Oberstleutnant, Berufssoldat)
Maria Musterfrau*
(Regierungsamtfrau, Bundeswehrverwaltung)
Max Mustermann*
(Oberstleutnant, Kreisverbindungsoffizier)
* aufgrund der sicherheitsrelevanten Verwendung verschiedener Soldatinnen und Soldaten, die uns hierbei beraten haben, sind die Namen hier nicht angegeben.